Patenbitten
der Freiwilligen Feuerwehr Sollbach zum 150‑jährigen Gründungsfest
Am 11. April 2026 fand im Zuge der Vorbereitungen auf das 150-jährige Gründungsfes der Freiwilligen Feuerwehr Sollbach das Patenbitten bei der Freiwilligen Feuerwehr Bruck i.d.OPf. statt.
Zu einem runden Feuerwehrjubiläum gehört ein Patenverein einfach dazu. Die Feuerwehr Sollbach entschied sich daher, die Patenschaft bei der Feuerwehr Bruck i.d.OPf. anzutragen - und das aus gutem Grund, denn bereits beim 100-jährigen Gründungsfest hatten die Brucker dieses Amt übernommen. Umgekehrt waren beim 150-jährigen Bestehen der Brucker Wehr die Sollbacher Patenverein. Beim diesjährigen Patenbitten schloss sich damit der Kreis.
Einzug mit Musik und Ehrenspalier
Begleitet von der Festkapelle, den Perlhütter Musikanten, zogen die Sollbacher Feuerwehrler gemeinsamt mit der Festmutter, den Festdamen, der ersten Bürgermeisterin und Schirmherrin Heike Faltemeier sowie den beiden Ehrenschirmherren Jennifer Lehmer und Helmut Matschi durch das Brucker Ehrenspalier.
Kniende Bitte - und dann wurde geprüft
Dass die Patenschaft nicht "einfach so" zugesagt wird, merkten die Bittsteller schnell, denn vor dem Gerätehaus wartete bereits ein vorbereiteter Balken - dort mussten die Vorsitzenden Thomas Schächerer (1. Vorsitzender) und Markus Schächerer (2. Vorsitzender) sowie die Kommandanten Christian Meier (1. Kommandant) und Hans-Jürgen Knebel (2. Kommandant) ihre Bitte kniend vortragen.
"So erhört doch unsere Bitt´ und macht´s bei unserm Fest als Pate mit", brachte Sollbachs Vorstand die Bitte auf den Punkt. Sein Brucker Kollege Robert Feuerer machte jedoch klar, dass der Festverein erst zeigen müsse, was er kann, bevor es ein "Ja" geben könne und das in Form mehrerer Aufgaben.
Die Prologe hatte Ingrid Meier in Gedichtform und Mundart verfasst. Das sorgte beim künftigen Patenverein bereits beim Vortragen für beste Stimmung, denn nicht jeder Reim saß auf Anhieb - was die Anwesenden mit viel Gelächter bestätigten.
Schnapserl, Strahlrohre und Maßkrüge - Sollbach liefert ab
Die erste Aufgabe war ein kleiner Wissenstest. Die Bittsteller mussten ein paar Fragen über den Patenverein beantworten. Bei jeder falschen Antwort war jedoch ein Schnapserl fällig.
Danach wurde es praktisch: Mit drei Strahlrohen, die an einem Verteiler befestigt waren, sollte ein Luftballo (in Übergröße) aufgeblaßen und zum Platzen gebracht werden - und zwar im Team. Diese Herausforderung meisterten die vier in unter zwölf Sekunden.
Als dritte Aufgabe mussten zwei Maßkrüge mit Wasser gefüllt werden - allerdings nicht mit Schläuchen, Strahlrohren, Kannen oder Eimern, sondern mit zwei Feuerwehrhelmen, an denen jeweils ein Schwamm befestigt waren. Auch diese Aufgabe wurde in Rekordzeit zur Zufriedenheit der Brucker gemeistert.
Auch die Festdamen mussten ran
Die Aufgabenstellung an den Festverein war jedoch noch lange nicht vorbei. Die Brucker Festdamen hatten zusätzlich zwei Aufgaben für die Sollbacher Festdamen vorbereitet.
Zuerst ging es an einen Parcours: Einer Festame wurden die Augen verbungen, dazu musste Sie Einsatzstiefel tragen. Die anderen durften nur durch Zurufe helfen. Bei Berührung oder Umstoßen eines Hindernisses war ein Schnapserl bzw. "Klopfer" zu trinken. Diese Aufgabe meisterten die Sollbach Festdamen in souveräner Teamarbeit und kamen mit nur drei Fehlern durch.
Anschließend wurde es noch einmal musikalisch: Es mussten anhand von Emojis noch einige Lieder erraten und angesungen werden. Auch das klappte mit mehr oder weniger getroffenen Tönen - und damit stand der Zusage nichts mehr im Weg.
Schubkarre als Zeichen, Handschlag und Urkunden
Nach den bestandenen Aufgaben sagte die Brucker Wehr ihre Teilnahme am Sollbacher Fest zu. Als Zeichen hatten die Sollbacher einen alten Holz-Schubkarren dabei - beladen mit einem Fass Bier, einem großen Laib Brot und Würsten.
Besiegelt wurde alles schließlich mit einem Handschlag und durch den Austausch von zwei Urkunden. Für den passenden Abschluss zapfte die frisch gekührte Schirmherrin Heike Faltermeier noch ein obligatorisches Fass Bier an. Anschließend wurde in der Brucker Fahrzeughalle bis weit in die Nacht hinein gemeinsam gefeiert.