Festmutterbitten

der Freiwilligen Feuerwehr Sollbach zum 150‑jährigen Gründungsfest

Am 28. März 2026 fand das Festmutterbitten der Freiwilligen Feuerwehr Sollbach anlässlich des 150‑jährigen Gründungsfestes statt. Die Mitglieder der Feuerwehr versammelten sich hierzu am Feuerwehrhaus in Sollbach. Von dort aus zog die große Vereinsabordnung, begleitet von Musik, in Richtung Gasthaus Schächerer, wo sie von der zukünftigen Festmutter und ihren Festdamen schon erwartet wurden, um die traditionelle Bitte vorzutragen.

 

Die Bitte wurde stellvertretend für die gesamte Feuerwehr von folgenden Funktionsträgern ausgesprochen:

Thomas Schächerer, 1. Vorstand und Festleiter

Christian Meier, 1. Kommandant und stellvertretender Festleiter

Markus Schächerer, 2. Vorstand

Hans‑Jürgen Knebel, 2. Kommandant

Als Festmutter wurde Monika Schächerer auserkoren.

 

Zu Beginn mussten die vier Bittsteller, wie es der Brauch verlangt, auf einem Holzbalken niederknien. Erst danach durfte Thomas Schächerer die Bitte in Gedichtform vortragen. Die Festmutter machte es den Männern jedoch nicht leicht und stellte mehrere Aufgaben, die vor dem erhofften Ja‑Wort zu erfüllen waren.

Bau einer Sitzgelegenheit:

Der erste Wunsch der Festmutter war ein Bankerl, gefertigt aus Materialien des Tragkraftspritzenfahrzeugs. Nach kurzer Beratung entschieden sich die Vorstände und Kommandanten jedoch für eine kreative Steigerung: Sie bauten eine Schaukel aus Steckleiterteilen, einem Feuerwehrschlauch und Feuerwehrleinen. Diese originelle Umsetzung sorgte für große Freude bei der Festmutter.

Die Suppe auslöffeln:

Im Anschluss mussten die vier wortwörtlich „die Suppe auslöffeln, die sie sich eingebrockt hatten“: Das übrig gebliebene Wasser aus einem Gurkenglas musste mit Löffeln voller Löcher ausgelöffelt werden. Trotz der erschwerten Bedingungen meisterten sie auch diese Aufgabe.

Wissens- und Trinkaufgabe:

Daraufhin stellte die Festmutter Fragen zur Vereinsgeschichte. Bei falschen oder ungenauen Antworten mussten die Männer, in Müllsäcke gesteckt und ohne Hände, aus vier an einem Holzbrett befestigten Weißbiergläsern trinken. Besonders knifflig war die Frage nach dem genauen Datum des 100‑jährigen Gründungsfestes – beim Jahr lagen die Bittsteller richtig, bei den Tagen benötigten sie jedoch Unterstützung.

Geschicklichkeitsaufgabe - Feuer löschen:

Eine weitere Aufgabe bestand darin, ein „Feuer“ zu löschen – dargestellt durch einen Schriftzug aus brennenden Teelichtern. Gelöscht werden musste mit einem Spielzeugfeuerlöscher in Handgröße. Auch diese Herausforderung wurde erfolgreich bewältigt.

Aufzählen der Festdamen:

Zum Abschluss mussten die vier die Namen aller Festdamen aufzählen, ohne Wiederholungen und ohne die eigenen Töchter zu nennen, die ebenfalls zu den Festdamen gehören. Für jeden Fehler war ein Schnapserl fällig. Trotz der Schwierigkeit bestanden sie auch diese letzte Prüfung.

 

Festmutter gibt das Ja-Wort:

Nachdem alle Aufgaben erfüllt waren und die Bitte erneut vorgetragen wurde, überreichten die Bittsteller der Festmutter einen Blumenstrauß. Daraufhin erklärte Monika Schächerer ihr Einverständnis und nahm das Amt der Festmutter an. Sie versprach, gemeinsam mit ihren Festdamen das 150‑jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Sollbach würdevoll zu begleiten und zu unterstützen.